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2024

Schoner PASCUAL FLORES (ES) - Bau-Nr. 130 - Stapellauf 4. Juli 2024

Auf diesen wunderschönen wohlgeformten spanischen Schoner bin ich durch einen Newsletter zur HanseSail Rostock aufmerksam geworden. Dort wurde berichtet, dass die PASCUAL FLORES in diesem Jahr die HanseSail besuchen würde. Spontan habe ich mich entschlossen sie zu bauen, und das ist das Ergebnis.

 

 

 

 Das Original

Länge: 34,14m    Breite: 8,60m    Segelfläche: 400m²

Die PASCUAL FLORES  wurde im Jahre 1917 in Torrevieja in Spanien gebaut und wurde für den Handel mit u. a. Früchten und Salz im Mittelmeerraum und der afrikanischen West- und Nordküste eingesetzt. 1999 wurde das Schiff durch die Stadt Torrevieja erworben, es sollte als Botschafter der Stadt dienen und als Erinnerung an diesen Schiffstyp. 2005 wurde mit Restaurationsarbeiten begonnen, die aber erst im Jahre 2020 abgeschlossen werden konnten, nachdem die Nao Victoria Foundation das Schiff erworben hatte.

 

Hier könnt ihr ein kleines Video anschauen, dass die Entstehung des Buddelschiffes zeigt

 

Toppsegelschoner THOR HEYERDAHL (D) - Bau-Nr. 129 - Stapellauf 29. April 2024

Ich weiß nicht so richtig warum, aber irgendwie hat mich die THOR HEYERDAHL immer wieder in ihren Bann gezogen, wenn ich sie auf Segelevents gesehen habe. Sie ist eben eine sehr imposante Erscheinung und man sieht ihr ihre Tradition schon an. Auf jeden Fall war sie oberdran um in einer Flasche realisiert zu werden. Ich hatte noch eine schöne 3 Liter Barcardiflasche "auf Lager" und das schien mir zu passen. Das hier ist nun also das Ergebnis:

THOR HEYERDAHL

 


 

 Das Original

 

 

Länge: 49,83m    Breite: 6,52    Segelfläche: 830m²    Baujahr: 1930/1983

Die Thor wurde 1930 als Motorschiff unter dem Namen "Tinka" gebaut und fuhr nach 1945 als Küstenmotorschiff (Kümo) unter den Namen "Tinka", "Silke" und "Marga Henning" unter deutscher Flagge und später als "Minnow" unter der Flagge Panamas.
Dieses Foto stammt aus dem Buch "Thor Heyerdahl" von Eckard Wetzel


1979 wurde das stillgelegte Schiff, dass im Hamburger Hafen "vor sich hin gammelte" von den 2 Freunden Günther Hoffmann und Detlef Soitzek gekauft. In akribischer Kleinarbeit, mit unendlich viel Geduld und angeeigneter Fachkenntnisse und unter Aufwendung ihres gesamten privaten Vermögens in einen schmucken Toppsegelschoner nach historischem Vorbild umgebaut. Dazu wurde es zur Kieler Howaldswerft verholt.

1981 wurde das Schiff auf den Namen des norwegischen Forschers Thor Heyerdahl (Kintiki, Tigris) getauft. Er selbst hielt sogar die Taufrede und Besuchte das Schiff später immer mal wieder.

 

 

2-Mast-Gaffelschoner ABEL TASMAN (NL) - Bau-Nr. 128 - Stapellauf 11. März 2024

Die ABEL TASMAN  ist ein wunderschöner Schoner mit weißen Segeln, der mir während meiner vielen Besuche auf der Rostocker HanseSail immer wieder ins Auge gestochen ist. Aber jetzt musst ich sie mal bauen und dies ist das Ergebnis:

ABEL TASMAN

 

 

 

 Das Origonal:

Der Zweimastschoner Abel Tasman wurde im Jahre 1913 auf der Schiffswerft von Pattje in Waterhuizen (NL) für die segelnde Frachtfahrt auf der Nord- und Ostsee gebaut. Das Schiff ging nach Breiholz und fuhr dort unter dem Namen Hermann wo es in den Anfangsjahren ein segelndes Frachtschiff ohne Motor war. In späteren Jahren wurde Hermann nach Dänemark (Norresundby) verkauft, wo der Schiffsrumpf verlängert wurde und es den Namen Laksen bekam. Es wurde bis Ende der 80er Jahre in der Küstfahrt als Coaster eingesetzt. Im Winter von 1989 wurde das Schiff zu einem komfortablen Charterschiff umgebaut. Der Schiffsrumpf wurde wieder auf die Originalmaße gekürzt wodurch es wieder zu einem traditionellen Segelschiff wurde. Der Name Laksen wurde in Atlantis geänder. 1998 bekam das Schiff seinen heutigen Namen Abel Tasman, es wurde nach dem Niederländischen Seefahrer Abel J. Tasman benannt, der unter anderem 1642 in Tasmanien einen Teil von Neuseeland entdeckte.

 Länge: 40,5m    Breite: 6,60m     Segelfläche: 350m²

 

4-Mast-Bark PAMIR - Bau-Nr. 127 - Stapellauf 30. Januar 2024

 

Dies ist nach langer Zeit mal ein echtes Herzensprojekt. Schon als Kind hatte es mir die PAMIR angetan. Mein Großvater erzählte mir oft von diesem tollen Segelschiff, dem wohl schönsten der ganzen Welt und was für ein Jammer das war, als sie 1957 in einen Hurricane unterging und damit die ganze Ära der Frachtsegler für immer zu beenden schien. Dazu muss man sagen, dass einer der Überlabenden, Hans-Georg Wirth bei uns in Leer in der Nachbarschaft wohnte, was es zu etwas Persönlichem machte.

Der Impuls zum Bau der PAMIR kam, als ich auf einem Flohmarkt diese tolle Flasche käuflich erwarb - da musste sie rein. Aber bevor ich mit dem Bau begann, habe ich alles an Literatur gewälzt, was es zur PAMIR gab. Inklusive die beiden Bücher eines der Überlebenden Karl-Otto Dummer, sowie den Film, der den Untergang mit der russischen SEDOV als "Filmdouble" in Bildern beschreibt. Zu guter Letzt habe ich mir noch einen gebrauchten Bausatz gekauft. Von dem habe ich viele Maße und vor allem die Farbgebung abgeschaut, die auf alten Schwarzweißbildern nicht wirklich zu erkennen ist.

PAMIR

 

PAMIR

 

PAMIR

 

PAMIR

 

Hier ist noch eine kleine Diashow, die das "making-off" zeigt

 

 

 

 

Das Original

Die PAMIR war eine 1905 bei Blohm und Voss in Hamburg für die Reederei F. Laeiz gebaute 4-Mast-Bark. Der Tradition des Unternehmens gemäß wurde Sie auf den mit P beginnenden Namen PAMIR getauft. Sie war einer der durch ihre Zuverlässigkeit, hohe Geschwindigkeit und Sicherheit legendären Flying-P-Liner, die z. B. 1932 die Weizenregatta, einer Wettfahrt von Großseglern von Australien nach Europa, gewann. 1949 umrundete sie als letzter Windjammer ohne Hilfsmotor das gefüchtete Kap Horn. Die PAMIR und die PASSAT, ebenfalls eine 4-Mast-Bark, waren die letzten mit Fracht segelnden Windjammer unter Deutscher Flagge.

Letzter Heimathafen: Lübeck    Eigner: F. Laeisz    Baujahr: 1905    Letzter Kapitän: Johannes Diebitsch
Länge (ü.a.): 114m    Breite: 14,14m    Segelfläche: 3600m²

Dieses Bild stammt aus dem Buch Das Schicksal der Pamir von Jens Jensen

Am 21. September 1957 geriet sie im Atlantik in der Nähe der Azoren in einen starken Hurrikan, bekam Schlagseite, die durch die übergehende Getreideladung noch verstärkt wurde, kenterte komplett durch und sank innerhalb von einer halben Stunde. Von den 86 Besatzungsmitgliedern, darunter viele junge Seekadetten und der Kapitän Johannes Diebitsch, überlebten nur die 6 Besatzungsmitglieder Klaus Fredrichs, Karl-Otto Dummer, Günter Hasselbach, Karl-Heinz Kraaz, Volker Anders und Hans-Georg Wirth. Das einzige geborgene Rettungsboot der PAMIR  ist in der St. Jakobikirche in Lübeck ausgestellt.

Infos dazu findet man auch unter
https://segelschiff-pamir.de/dieueberlebenden/