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Meine kleine Buddelschiffs-Werft

Naja, eigentlich versteht man unter einer Werft etwas anderes. Sie liegt am Wasser, es sind große Hallen vorhanden, es ragen schwere Kräne in den Himmel und es wird geflext und geschweißt. - Das ist bei mir ein wenig anders. Meine Werft, oder wie Ina Koys in ihrem Buch über die Eye schreibt "basement-shipyard" liegt nach außen hin völlig unsichtbar im Keller unseres Hauses. Ich habe mir da sogar einmal einen Heizkörper reinbauen lassen, so dass ich es auch im Winter schön warm habe.

Frankys KellerwerftFrankys Kellerwerft

Der Haupt-Arbeitsbereich ist meine Werkbank. Hier liegen immer viele kleine Werkzeuge herum, die zum Bau der Modelle und zum "Einbuddeln" notwendig sind. Außerdem stehen meist mehrere Flaschen, Schiffsmodelle oder Teile davon herum. Ganz wichtig ist mein guter alter Schlepptop. Damit schaue ich mir die Bilder der Schiffe an, um so nah am Original, wie möglich arbeiten zu können. Ich zeichne mir zwar auf dem PC für jedes Modell einen Bauplan, aber der dient meist nur dazu, die Dimensionen aufs Material übertragen zu können. Die Details hole ich mir von Fotos, die ich entweder selber von den Schiffen gemacht habe, oder aus den Weiten des Internet gefischt habe. - Ach ja, und ein Außenlager habe ich auch noch:

Frankys HolzlagerFrankys Holzlager

Hier- das ist eigentlich unser Fahrradschuppen - lagert das Holz für die Schiffsrümpfe. Ich habe mir aus dem Wald mal einen Erlenstamm geholt, aus dem die Rümpfe geschnitzt werden. Es war gar nicht so einfach, einen Baum zu finden, in dem Schiffsrümpfe enthalten sind.... Naja, auf jeden Fall liegt das Holz hier schön trocken.

Nachfolgend findet ihr meine

aktuellen Projekte

Bau-Nr. 101 FLYING DUTCHMAN

Diese Buddel entsteht für Julia, die Inhaberin des Fliegenden Holländers in Ditzum (Ostfriesland). Nachdem sie das Bistro von ihrem Vorgänger übernommen hat, hat sie keinen Fliegenden Holländer mehr, weil Rob, der Vorbesitzer, seine FLYING DUTCHMAN mitgenommen hat. Also muss für den Laden eine neue Buddel her. Ja und die entsteht gerade in meiner kleinen Werft.

Nach der Bauzeichnung ist immer das Schnitzen des Rumpfes dran. Das sieht schon ganz gut aus

 

 

In die Buddel habe ich das handwarme Wasser mitsamt Wellen und Gischt bereits eingelassen. Jetzt kommt der Rumpf solange mit in die Buddel, bis das Wasser (Kitt) ausgehärtet ist. Dann passiert da in der Zeit nix mit und er staubt nicht ein

.

 

 

 In der Zwischenzeit kann ich die Timebottle fertig stellen

 

Samstag, 23. Februar:

Heute habe ich mal eben kurz die Masten für die FD angefertigt. Ich hatte mir eine neue Vorrichtung zum Verleimen des Mastes mit der Stenge erfunden, und die wollte getestet werden: Funktioniert hervorragend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 15. April: So die Timebottle ist fertig, jetzt wird es Zeit für den Fliegenden Holländer. Zunächst muss das Bugspriet gebohrt werden - 0,5mm Löcher.

 

 

 

Danach wird es in den bereits fertig gestellten Rumpf eingebaut und verleimt.

 

 

 

 

 

Die Masten und Spieren sind auch schon abgelängt, geschliffen und z. T. gebohrt. Sieht aus wie ein Zahnstocherwald.

Bau-Nr. 102 Toppsegelschoner SANTA BARBARA ANNA

Die SANTA BARBARA ANNA habe ich 2016 auf der HanseSail in Rostock kennen gelernt. Sie hat mich mit ihrem blauen Rumpf und den weißen Segeln in ihren Bann geschlagen. Eigentlich ist sie schon über ein Jahr im Bau, d. h. Rumpf und Wasser sind fertig, aber jetzt muss ich mal "in die Puschen" kommen und sie fertig bauen.

SANTA BARBARA ANNASANTA BARBARA ANNA

 

 

Bau-Nr. 103 Zweimast-Toppsegelschoner AVATAR

Auf der AVATAR bin ich 2016 während der HanseSail mitgesegelt. Das ist ein ganz tolles Schiff, mit allem Schickimicki. Und wenn man sich anschaut, wie das mal ausgesehen hat, dann kann man sich nicht vorstellen, das daraus das heutige Schmuckstück geworden ist.

AVATARAVATAR

Bisher existiert die AVATAR bei mir nur auf Papier, aber als ich neulich in Krakau auf einem Flohmarkt diese Buddel fand, da wusste ich, welches Schiff da rein muss: Die AVATAR

 

Donnerstag 14. März:

So gestern musste ich ein paar grobe Holzarbeiten in meinem Keller erledigen (es musste ein Bootswagen für ein Kajak her) und da bot es sich an, gleich mit Holzarbeiten weiter zu machen und den Rumpf für die AVATAR zu schnitzen. Ist dann buchstäblich ein Aufwischen.

Das größte Problem war es, das richtige Stück Holz zu finden. Nicht dass da am Ende noch das falsche Schiff drin steckt.

 

 

 

 

Aber hier scheine ich die richtige Wahl getroffen zu haben,

 

 

 

 

 

Ähnlichkeiten sind schon erkennbar.

Das Projekt "UDO"

Freitag, 15. März: Was zum Geier ist das Projekt "UDO"? Das möchte ich im Moment noch nicht verraten. Nur soviel: Es ist ein ganz herzliches Dankeschön an einen Menschen, der mir ganz viel gegeben hat. Und dieses Schiff hat etwas mit einem seiner Projekte zu tun.

 

Na klar, als erstes muss mal wieder ein Stück gute Erle herhalten, in der der richtige Rumpf schon enthalten ist. Die Stelle, an der es drin steckt habe ich schon gekennzeichnet.

 

 

 

Das Hauptdeck wird heraus gearbeitet...

 

 

 

und schließlich geglättet

 

 

 

 

Das kann sich doch schon sehen lassen.